Zeit am Schirm

TV-Kolumne

Medien | Julia Ortner | aus FALTER 40/10 vom 06.10.2010

Wer nichts will und auch nichts kann, geht zu Post und Bundesbahn. Und wer keinen Ausweg sieht, der wird halt Jurymitglied. Wichtigtuer, Fußballergattinnen und Ex-Laufstegtrainer haben eine neuen Sinn in ihrem Leben, der ihnen auch gutes Geld einbringt: Sie sitzen in den Jurys diverser Castingshows und urteilen über das Talent naiver junger Leute. Daumen rauf, Daumen runter, wie im alten Rom. Das wirkt absurd, wenn man sich die Experten anschaut. Jetzt kann man den lauten Gremienprofi Dieter Bohlen ("DSDS", "Das Supertalent", RTL) natürlich noch als Auskenner im leichten Unterhaltungsgewerbe akzeptieren - aber eine wie die süße Societyfrau Sylvie van der Vaart kann dort als Talentscout echt nichts beitragen. Genauso wenig wie der rührselige Bruce Darnell, einst Dramaqueen bei Heidi Klum. Die heimischen Jurykollegen ("Helden von morgen", ORF) nehmen sich da allerdings noch kläglicher aus. Frauen- und Selbstdarsteller Mario Soldo als Herr über Plattenvertrag oder Billakasse, das ist Österreich.


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