Nüchtern betrachtet

Heiliger Pryzbylewski, steh mir bei!

Feuilleton | aus FALTER 40/10 vom 06.10.2010

Feuilletonchef Klaus Nüchtern berichtet aus seinem Leben. Die Kolumnen als Buch: www.falter.at

Ich weiß nicht, ob das jetzt mehr in Richtung Ayurveda, Buddhismus oder Contact Improvisation geht, aber ich glaube, dass man seine inneren Gegensätze irgendwie ausbalancieren muss. Wobei ich persönlich für eine dynamische Temporalisierung bin, soll heißen: Ziel ist es nicht, irgendwann nur noch den einschläfernden Brummkreiselton ewiger Harmonie von sich zu geben, sondern abwechselnd das Tschinellenäffchen ordentlich aufzuziehen und dann aber auch mal: Tüte und mit dem Teddy früh zu Bett. Nachdem ich fast alles, was ich über das Leben weiß, aus amerikanischen Fernsehserien habe, liegt es nahe, die Schutzheiligen für die verschiedenen Facetten meines zerrissenen Ichs mit den Helden dieser gigantischen Epen der Gegenwart zu besetzen. Nehmen wir zum Beispiel "The Wire". Da würde ich mich an Prophet Omar wenden, wenn es um Geduld, Willensstärke und die Gewissheit ginge, die richtigen


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