Das heiße Eisen

Steiermark | aus FALTER 40/10 vom 06.10.2010

Wie die SPÖ um einen neuen Umgang mit dem Thema Zuwanderung ringt

Positionensuche: Donja Noormofidi, Gerlinde Pölsler

Jetzt ist einmal Ruhe", sagt der Feldbacher Bürgermeister, "aber wie lang das dauert, kann man nicht sagen." Kurt Deutschmann blickt aus seinem Büro im Rathaus auf den schmucken Hauptplatz der 4700-Einwohner-Stadt in der Oststeiermark. Abgesehen von einer Kebabstube ist dort unten kaum zu bemerken, dass 13 Prozent der Feldbacher zugewandert sind. Das hat vor allem mit der Lederfabrik Boxmark zu tun - "die Arbeit ist nicht die sauberste, die Bezahlung nicht sehr hoch", erklärt der SP-Bürgermeister. Wegen der vielen Zuwanderer wird er seit Jahren beschimpft und bedroht. "Saujud" war einmal nahe seiner Wohnung auf den Boden gesprüht, ein andermal rief ihm einer zu: "Pass auf deine Familie auf!" Zuletzt wurden beim bekannten Rechtsextremen Franz Radl, Ex-Mitglied der verbotenen Vapo, Flugblätter gefunden, die den Bürgermeister als Spielsüchtigen darstellten. Die Gerichtsverhandlung

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