Die Jagd nach dem "Schlächter von Wilna"

Steiermark | aus FALTER 40/10 vom 06.10.2010

Der berühmte "Nazijäger" Simon Wiesenthal nahm es im Fall Murer mit der Wahrheit nicht so genau

Bericht: Herwig G. Höller

Von einer harten Auseinandersetzung der beiden großen Juden Simon Wiesenthal und Bruno Kreisky, für die sich Wien dann doch als zu klein erwies, ist wieder die Rede. Oder auch vom zunächst eher unkritischen Verhältnis des ÖVP-nahen Wiesenthal zum Bundespräsidentschaftskandidaten Kurt Waldheim (ÖVP), was den "Nazijäger", so sein Biograf Tom Segev, womöglich den Friedensnobelpreis des Jahres 1986 gekostet hat.

Fünf Jahre nach dem Tod von Simon Wiesenthal (1908-2005) rückt die viel beachtete Biografie des israelischen Historikers Segev den wohl berühmtesten Holocaustüberlebenden Österreichs erneut in das Licht der Öffentlichkeit. Wiesenthals Aktivitäten in der Steiermark spielen dabei aber kaum eine Rolle. Obwohl er seinen ersten größeren "Scoop", so stellte es Wiesenthal selbst dar, just im obersteirischen Gaishorn landete.

Dort habe er 1947 einen gewissen

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