Tipps

Trauma und Trauerarbeit in "Good Husband, Dear Son"

Lexikon | aus FALTER 41/10 vom 13.10.2010

Wenn der Krieg, wie es auf einer Konferenz zu den "Kamerakriegen" des 20. und 21. Jh. hieß, eine "wandernde Entität" ist, dann nimmt es nicht wunder, dass der europäische Dokumentarfilm ihn bereits geraume Zeit dort festzumachen sucht, wo man ihn am wenigsten zu finden wünscht - in den Köpfen der Überlebenden und der Täter. In seinem Vortrag Die Präsenz des Abwesenden für die Reihe "Psynema" stellt der Wiener Filmwissenschaftler Michael Loebenstein am Beispiel von Heddy Honigmanns Porträt eines bosnischen Dorfes in "Good Husband, Dear Son" (2001) spezifische Formen eines filmischen Umgangs mit Kriegstraumata vor, deren Ursprung in der dokumentarischen Erfahrung mit der Shoa liegt. MO

Wiener Arbeitskreis für Psychoanalyse, Do 14.10., 20.15


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige