Nachrichten aus dem Inneren

Die Redaktion erklärt sich selbst

Falter & Meinung | Klaus Nüchtern | aus FALTER 41/10 vom 13.10.2010

Du Klau-haus?!" "Nei-hein!" "Do-hoch!" "Nei-heiin!!" Es hat voll keinen Sinn, mit der Bockigkeit eines Kleinkindes Arbeitsaufträge abwehren zu wollen. Die Kollegin sitzt am längeren Ast einer die Gestimmtheiten ihres jeweiligen Gegenübers programmatisch ignorierenden Langmut und fährt unbeirrt fort: "Du musst die Namen wieder schreiben!" "Damit ich von euch verklagt werde?!" "Ach was", meint die Kollegin, wir wollen sie hier Ingrid B. nennen (richtiger Name dem Redakteur bekannt). "Man will wissen, wer was gesagt hat." "Sagst du!" Sage ich. Zu Ingrid B. Bei der sich bitte in Hinkunft alle beschweren mögen. Das Salzamt heißt jetzt Ingrid B.

Vielleicht hilft es den mimo-, den sensiblen Kolleginnen und Kollegen ja, wenn man sich als Ihresgleichen deklariert? "Wir haben uns alle geirrt. Willkommen in der Irrtumsgemeinschaft. Lieber mit dir irren, als mit den Irren Recht behalten!" Alle haben sich geirrt: Die Schwarzseher ebenso wie die Hellseher. "23 Prozent!" prognostizierte Stefan A. am Freitag und versank noch ein Stückchen tiefer in der depressionsfarbenen Empfangsloungecouch. Wohingegen sich Florian K. noch bis zuletzt davon überzeugt zeigte, dass die Träume der Blaumiesen dank der präzise ineinandergreifenden roten und schwarzen Wahlkampfstrategien nicht in den Himmel wachsen würden. Aber hey, irren ist sexy! Hier kommt meine Ansage: Die Kräfte veränderungsfreudiger Vernunft obsiegen und machen Wien zur solidaritätsbetriebenen Trägerrakete supernachhaltiger zeitgenössischer Urbanität. Im Cockpit sitzen ?


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