Seinesgleichen geschieht

Warum Wien Rot-Grün braucht. Plädoyer für einen neuen Versuch

Der Kommentar des Chefredakteurs

Falter & Meinung | Armin Thurnher | aus FALTER 41/10 vom 13.10.2010

Wahl in Wien: Lauter Verlierer und der übliche Gewinner. Für die Erforschung der Ursachen werden wir keinen Filzmaier brauchen. Die Angst vor Herrn Strache und den Seinen wog weniger schwer als die Lust, den Regierenden den alten, früher Denkzettel genannten Hinweis der Regierten zu geben: So bitte nicht mit uns. Das Alter der Kandidaten spielte wohl ebenfalls eine Rolle. Ich in meinem Alter darf das sagen: Einer wie Häupl gälte in einer entwickelten Demokratie wie den USA als ein junges Springinkerl (wenngleich dort junge Leute wie Barack Obama oder J.F. Kennedy Wahlen gewinnen können).

Es wäre andererseits zu kurz gegriffen, Hazeh Straches Attraktivität mit seiner verhältnismäßigen Jugend zu erklären. Dieser Jugendbold gewinnt seine Attraktivität aus dem Schwächezustand der Politik, gegen die er sich richtet. Die aneinander würgende Laokoongruppe von Rot-Schwarz mit ihrer spingedokterten und einflusskaufenden Klientelpolitik ist das Objekt der allgemeinen Abneigung, sie


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