Kommentar

Wien Modern: Zukunftsmusik als Zumutung?

Kultur

Falter & Meinung | Carsten Fastner | aus FALTER 41/10 vom 13.10.2010

Es ist ja gewiss nur als pfiffige, griffige Werbefloskel gemeint - die aber leider ziemlich daneben ging: "Muten Sie es sich zu!", fordert Matthias LoSek, der neue künstlerische Leiter von Wien Modern, das Publikum zum Besuch beim großen Festival für zeitgenössische Musik auf. Ein blöder Lapsus nur - denn natürlich hat LoSek keinerlei Grund, sein eigenes Programm als Zumutung zu bezeichnen.

Im Gegenteil: Mit den rund dreißig Konzerten zwischen 29. Oktober und 20. November vertraut er zunächst auf die bewährte Mischung aus großen Alten, etablierten Jungen, interessantem Nachwuchs und dem Crossover mit Pop und Elektronik (siehe auch die Beilage im letzten Falter).

Dennoch gab die Präsentation vergangene Woche Anlass zu Irritationen. Da beteuerte der Kulturstadtrat seine Wertschätzung für das Festival, nur um gleich darauf zuzugeben, dass sich an der peinlichen Dotierung vorerst nichts ändern werde. Seit mittlerweile 14 Jahren wurden die städtischen Förderungen nicht erhöht.


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