Mediaforschung

Wieso attwengert es bei Sports Experts, Herr Rumerstorfer?

Nachfragekolumne

Medien | Nina Horaczek | aus FALTER 41/10 vom 13.10.2010

Ganz plötzlich und unerwartet, im Werbeblock zwischen zwei Sendungen, klingt das, was aus dem Fernseher kommt, genau wie FM4. "Sports net beim Spaß, sports net beim Glühwein, sports net bei der Action, sports net beim Speed", dudelt es einem in österreichischem Mundartrap aus der Fernsehkonserve entgegen. Am Ende des Werbespots heißt es: "Sports net bei der Qualität, sports beim Preis." Wäre noch eine Ziehharmonika dabei, könnte man überzeugt sein, dass Attwenger jetzt auch Werbung machen.

Dass die Assoziation der Zuseher mit dieser Kultband der österreichischen Alternativszene im neuen Werbespot von Sports Experts durchaus beabsichtigt ist, bestätigt auch Michael Rumerstorfer, Marketingchef des Sportartikelhändlers. Mit der neuen Werbelinie, die vergangenen Montag im Fernsehen gestartet wurde, möchte Rumerstorfer die Marke Sports Experts umpositionieren. "Wir waren ein bisschen im Diskonteck und möchten das Preis-Leistungs-Verhältnis stärker betonen und der junge, freche Sporthändler sein", sagt Rumerstorfer.

Als erster Schritt Richtung hipper Jugend dient der witzig gemachte Fernsehspot. Entstanden ist er "in einer Art Ping-Pong-Spiel", wie Rumerstorfer sagt, zwischen der Agentur Jung von Matt und dem erst 30-jährigen Marketingchef, der seine Karriere bei Red Bull begann und seit Jänner 2010 bei Sports Experts tätig ist.

Neben dem TV-Spot für Österreichs größten Sporthändler gibt es eine Radioversion und eine Facebook-Kampagne, bei der Sport Experts bereits 10.000 "Freunde" hat.

So soll sich nun auch unter der Generation FM4 herumsprechen, dass man bei Sports Experts neben "normalen" Sportsachen auch trendige Sportgeräte wie Skateboards oder Slacklines zum Balancieren kaufen kann.


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