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Pressekolumne

Medien | Nina Horaczek | aus FALTER 41/10 vom 13.10.2010

Drei Monate hat die Therapie gedauert. Jetzt hat Österreich wieder guten Sex. "Sex 2010: Mehr Stress als Lust", klagte News Anfang Juli. "Der vermeintlich/tatsächlich wichtigsten Sache der Welt ist die Titelstory gewidmet", schrieb News-Chefredakteur Peter Pelinka. Was schreibt Pelinka diese Woche? "Die 'wichtigste Nebensache der Welt' ist nicht nur medial ein durchgängiges Hauptthema, mit vollem Recht: Sexualität betrifft jeden und alles, jede gesellschaftliche Entwicklung, auch Politik, Wirtschaft und Kultur." So viel weltbewegender Sex rechtfertigt zwei Sexcover in drei Monaten. Noch dazu, wo die weitere Recherche das Ergebnis der ersten Titelgeschichte widerlegt. Im Juli berichtete News, die Österreicher seien gestresste Bettmuffel. Mehr als 50 Prozent würden "der schönsten Nebensache der Welt gerne mehr Schwung verleihen". Im Oktober hat News hingegen herausgefunden, dass die Österreicher im Bett "gerne Neues" ausprobieren und "der Zugang zum Sex tabuloser" ist.


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