Inner-City-Alpinismus für bibliophile Wandervögel

Feuilleton | aus FALTER 41/10 vom 13.10.2010

Eine Wanderung durchs Massiv der Österreichischen Nationalbibliothek beschert spektakuläre Ein- und Ausblicke

Reportage: Klaus Nüchtern

Was sollte man an diesem lackklaren Oktoberfreitag schon unternehmen, wenn nicht eine Wanderung, die dem herrlichen Herbstwetter Tribut zollt? Weil man aber seine Redaktionsstunden absitzen und Absenzen als Recherchen deklarieren muss, fallen Reisalpe, Rax und Rohrhaus leider aus. Sei's drum, der Anfahrtsweg zum Heldenplatz ist minimal, und eine geführte Tour verspricht Aus- und Einblicke, die der kommune Kunde der Nationalbibliothek missen muss.

Als Einstieg haben wir den erst unlängst eröffneten Austriaca-Lesesaal gewählt, der nicht ganz so stark frequentiert wird wie das große Schutzhaus, und begeben uns, wegen Schwätzens schnell vertrieben, ins weiter südöstlich gelegene Bildarchiv und genießen von der Hütte des Leiters Hans Petaschar aus die pittoreske Aussicht auf den Heldenplatz. Die Kammwanderung durch die Fideikommissbibliothek führt


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