Chor der anonymen Melancholiker

Feuilleton | aus FALTER 41/10 vom 13.10.2010

Das österreichische Quintett Francis International Airport hat die Indiepopplatte der Stunde gemacht

Einschätzung: Gerhard Stöger

Das Lied beginnt verhalten, aber prägnant. Ein gezupftes Saiteninstrument, reduzierte Synthieklänge und die Stimme des Sängers genügen, um jene Spannung aufzubauen, die sich nach 40 Sekunden durch den Schlagzeugeinsatz entlädt. Und dann geht es dahin, obwohl das Tempo den mittleren Bereich nie wirklich verlässt.

"All Your Lines End in Me" heißt das Lied. Es eröffnet "In the Woods", das zweite Album der seit 2004 bestehenden Indiepopband Francis International Airport, die ursprünglich aus dem Einzugsgebiet von St. Pölten kommt, inzwischen aber in Wien heimisch ist und für gewöhnlich kurz Francis oder Fia gerufen wird.

Es ist ein großes Versprechen, das die zu drei Fünftel aus TU-Studenten bestehende Gruppe am Beginn des Albums abgibt. "Monsters" verdeutlicht gleich anschließend, dass dieses Versprechen kein leeres ist. Hier jubilieren Francis vom


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