Wenn einer die Erweckung verweigert

Steiermark | aus FALTER 41/10 vom 13.10.2010

Der argentinische Regisseur Mariano Pensotti inszenierte seine "Enzyklopädie des ungelebten Lebens"

Theaterkritik: Hermann Götz

Die herbstliche Heldentat des Mariano Pensotti ist die literarische Textversammlung, die er mit seiner "Enzyklopädie des ungelebten Lebens" abhält: die Zusammenkunft von so aufregenden (und unterschiedlichen) Schreibenden wie Elfriede Jelinek und Clemens J. Setz, Kathrin Röggla oder Pensotti selbst. Auch dessen Landsfrau Lola Arias ist durch diesen Abend wieder beim "herbst" vertreten, ebenso Gerhild Steinbuch und der noch bei Peter Oswald sehr präsente Ausnahmedichter Händl Klaus. Auch Andrej Stasiuk, der von Anna Badora in Graz als Theaterautor eingeführte polnische Kultautor, ist unter den insgesamt 19 Textlieferanten.

Zu hören ist eine Sammlung durchwegs gelungener, teilweise wunderschöner und vor allem stimmig zusammen- und gegeneinandergestellter Texte. Das ungelebte Leben, was ist das? Eine Vorstellung? Ein Versäumnis? Etwas, das sein hätte können?


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