Beim Stochern in der Glut

Steiermark | aus FALTER 41/10 vom 13.10.2010

Ein Jahr nach "Uni brennt" könnten die Studierenden manch alte Forderung über Bord werfen

Recherche: Michael Thurm

Von der Decke des Hörsaals hängt ein gerupfter Hahn. Er hängt dort seit fast einem Jahr als Überbleibsel der "unibrennt-Revolution" im vergangenen Herbst, eine skurrile Pappfigur als Anspielung auf den damaligen Wissenschaftsminister Johannes Hahn (ÖVP). An der Tür zu diesem Hörsaal hängt außerdem ein Zettel mit der Aufschrift "Willi Gaisch Saal". Auch das eine Folge der Uniproteste. Gaisch war NS-Widerstandskämpfer und starb nach einem Schlaganfall, den er während einer Zeitzeugen-Veranstaltung in eben jenem Hörsaal erlitten hatte. Um seiner zu gedenken, forderten die Besetzer die Umbenennung - und waren erfolgreich.

Doch wie sieht es mit anderen Forderungen von damals aus? Im Herbst 2009 wurden nach Wiener Vorbild auch in Graz Hörsäle besetzt. "Die Uni brennt" war der Slogan der Stunde. Mehr Geld für Bildung, freier Hochschulzugang, Bildung statt Ausbildung


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