Vorwort

Liebe Leserin, lieber Leser!

Extra | aus FALTER 41/10 vom 13.10.2010

So ist das mit den Traditionen. Man muss sie ändern, um sie lebendig zu halten. Längst ist die Falter-Beilage zur Viennale eine Institution, sie erscheint bereits zum 17. Mal. Das steinern klingende Wort Institution bedeutet ja nichts anderes als Einrichtung. So ist auch dieses kleine Vorwort ein Teil dieser Einrichtung, also wird seine Möblierung nur sehr zögerlich verändert. Zum Gelingen der Innenarchitektur tragen die kompetenten Autoren und Kritiker der Stadtzeitung Falter und deren Filmkritiker Michael Omasta bei, der dieses Heft entwirft und redigiert. Es soll der Falter-Leserschaft wie dem Viennale-Publikum (wir vermuten starke Überschneidungen) umfassende Informationen und Entscheidungshilfen bei der Planung des Viennale-Besuchs liefern.

Was macht die Viennale so besonders? Sie ist nicht nur ein cineastisches, sie ist auch ein städtisches Ereignis, und sie verändert sich unmerklich, wie eine Einrichtung, von Jahr zu Jahr. Vor allem wird sie immer wichtiger. Viele Rezensionen der internationalen Presse heben hervor, wie bedeutend für ihren Besuch nicht nur die gezeigten Filme, sondern auch die besuchten Kinos und die Stadt Wien insgesamt waren, die in diesen Wochen weit mehr bilden als eine sogenannte Kulisse. Nicht nur die Stadt, auch Sie, das Publikum dieses Festivals, übernehmen dabei eine Rolle. Von Filmemachern und Journalisten als das "sensibelste und beste der Welt" gerühmt, spielt das Publikum in diesem Szenario ebenso mit wie der Hauptspielort, das seit Jahren von der Viennale programmierte einzigartige Gartenbaukino.

Für die Viennale und den Falter, Wiener Festival und Wiener Wochenzeitung, wünschen Ihnen viele anregende Stunden beim Lesen, Sehen und Hören

Herzlich

Armin Thurnher

Chefredakteur Falter

Hans Hurch

Direktor Viennale


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