Seinesgleichen geschieht

Waschtag bei Frau Fekter! Über Freiheitsfreunde und Schafe

Der Kommentar des Chefredakteurs


Armin Thurnher
Falter & Meinung | aus FALTER 42/10 vom 20.10.2010

Längst habe ich mich an die aus der Ecke der tüchtigen Bürger an mich gerichteten Appelle gewöhnt. Die Tüchtigen wehren sich gegen jede Art staatlicher Bevormundung und plädieren dafür, dass sich jeder zuerst um sich und um seine eigenen Belange kümmere und jeder seines Glückes und Unglücks Schmied sei. Regelmäßig fordern sie mich auf, doch von meiner Staatsfrömmigkeit abzulassen, heißen mich einen Antimodernisten und machen sich über meine Obrigkeitsgläubigkeit lustig.

Diese Freiheitsfreunde sind rührend um mich besorgt. Sie können nicht verstehen, dass ein Unternehmer, der ich ja bin, sozusagen eine bürgerliche Existenz, wie sie im Buch steht, für die Rekonstruktion und gegen die Schwächung der öffentlichen Sphäre plädiert. Den Staat mögen sie sich nur als Nachtwächterstaat vorstellen. Dass der demokratische Staat eine Erfindung der Moderne ist, geht ihnen nicht in den Schädel. In Anbetracht einer wohlverwalteten und wohlfahrtlich orientierten Stadt wie Wien

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