Kampf um den Gartenzwerg

Politik | aus FALTER 42/10 vom 20.10.2010

Ausweitung der Kampfzone: Nicht nur der Gemeindebau, auch der Schrebergarten ist blaues Revier

Reportage: Nina Horaczek

Der Yorkshiremischling rennt seinem Ball nach, der Swimmingpool ist winterfest gemacht, und für's Enkerl wartet die Schaukel im Garten. Die Kleingartensiedlung "Frohes Schaffen" in Floridsdorf, nah an der Stadtgrenze, sollte ein Heimspiel für Bürgermeister Michael Häupl sein. Der Grund gehört den ÖBB, die Kleingärtner sind vor allem Eisenbahner. Und die liefern der SPÖ bei Betriebsratswahlen regelmäßig Ergebnisse über 90 Prozent. Ein tiefroter Fleck auf der politischen Landkarte Wiens, sollte man meinen.

Trotzdem steht die freiheitliche Gemeinderätin Henriette Frank hier im Vorgarten. Hinter ihr rauschen Züge vorbei, vor ihr stehen Anrainer und hoffen auf blaue Unterstützung. Frank ist Kleingartenbeauftragte der Wiener FPÖ. Und wildert erfolgreich im roten Kerngebiet.

14 Millionen Quadratmeter Fläche haben Wiens Kleingärten, 35.662 Parzellen gibt es in der


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