Und wieder nennt man sie die "Kopftuchmädchen"

Politik | aus FALTER 42/10 vom 20.10.2010

Warum Alice Schwarzers Buch Die große Verschleierung Beifall von der falschen Seite bekommt

Rezension: Sibylle Hamann

Alice Schwarzer, Deutschlands bekannteste Feministin, war verärgert, als sie sich unversehens in Heinz-Christian Straches Wiener Wahlkampf wiederfand. "Diese Leute, die Islamisten, die müssen wir als das begreifen, was sie sind - als unsere Feinde. Und denen haben wir politisch Paroli zu bieten." Diesen Satz klebte die FPÖ auf ihre Wahlplakate, samt Quellenangabe.

Nein, man habe sie nicht gefragt, ob sie damit einverstanden sei, stellte Schwarzer sofort klar, und nein, sie hätte niemals zugestimmt. Doch halte sie es für "durchaus denkbar", so etwas gesagt zu haben, denn inhaltlich stehe sie dazu.

Immerhin hat die Emma-Herausgeberin eben ein Buch veröffentlicht, in dem sie ähnliche Worte findet. "Die große Verschleierung" heißt es und versammelt Analysen und Reportagen aus vielen Jahren, die meisten davon in Emma erschienen; ein zeithistorisch interessanter Text stammt


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