Nachgesehen

Der Schauplatz, am Tag nach dem Geschehen noch einmal betrachtet

Politik | Joseph Gepp | aus FALTER 42/10 vom 20.10.2010

Self-Storage-Spende: warum eine Lagerfirma Erdäpfelpüree bunkert

Normalerweise, sagt Sprecherin Alexia Gerhardus, würden die Kunden in ihrer Firma zum Beispiel Ski einlagern, weil man die nur im Winter braucht. Oder kurzfristig ganze Wohnungseinrichtungen, wenn der neue Verputz nicht rechtzeitig trocken geworden ist. Seit gestern aber stehen in einem der vielen Mietabteile der Self-Storage-Firma My Place am Gürtel palettenweise Reis, Erdäpfelpüree, Dosen mit Kidney-Bohnen und passierten Paradeisern. Seit dem Welthungertag am vergangenen Samstag können Spendenwillige originalverpackte und haltbare Lebensmittel in den sieben My-Place-Filialen in Wien abgeben. Von dort werden sie an die Wiener Tafel weitergeleitet. Zehn bis zwölf Leute waren seither schon hier, sagt Robert Diermair, der die Waren in Empfang nimmt. Wenn jemand kommt, nimmt der Angestellte den Schlüssel mit dem grünen Anhänger vom Pult und schiebt die Spenden auf seinem Handwagen nach hinten ins blechverkleidete Lager.


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