Technik

Samsung B2710: das Gerät zum Wildwasserpaddeln

Dinge, die uns brauchen

Medien | aus FALTER 42/10 vom 20.10.2010

Prüfbericht: Thomas Vasek

Mein Großvater hatte es nicht so mit der Technik. Wenn ein Gerät nicht sofort "funktionierte", warf er es aus dem Fenster. Dutzendweise zerbarsten angeblich defekte Transistorradios und elektrische Rasierapparate im Innenhof.

Die Totalzerstörung nahm er dann als Beweis dafür, dass die moderne Technik nix aushalte und folglich nix wert sei. Für Wüteriche wie meinen Opa (und Tolpatsche wie mich) gibt es heute die neue Geräteklasse der Extremhandys. Eigentlich sind sie für Outdoorsportler konzipiert. Man kann sie gegen die Felswand knallen, in den Gebirgsfluss schmeißen oder damit durch den Schlamm robben.

Geräte wie das B2710 von Samsung zum Beispiel. Das Handy hält nicht nur Staub und Erschütterung aus, sondern kann auch 30 Minuten in einem Meter Tiefe unter Wasser bleiben. Das gummierte Gehäuse liegt rutschfest in der Hand; außerdem hat es GPS, eine Taschenlampe und einen Schrittzähler. Dafür muss man sonst ein paar Abstriche machen, das Display zum Beispiel ist ein wenig klein geraten, die 2-Megapixel-Kamera bescheiden.

Als Alternative bietet sich unter anderem das Motorola Defy (350 Euro) mit größerem Bildschirm und 5-Megapixel-Kamera an. "To defy" heißt "standhalten" oder "trotzen". Ein derart robustes Gerät hätte meinem Großvater Respekt abgenötigt. Vor seiner Wut sicher gewesen wäre es aber wohl nicht. Wahrscheinlich hätte er es, mit einem Stein beschwert, einfach im Donaukanal versenkt.

Thomas Vasek ist Journalist und Buchautor in München


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