Die Leiden des alten Meisters

Feuilleton | aus FALTER 42/10 vom 20.10.2010

Glamrocker Bryan Ferry über sein neues Album "Olympia", kreative Blockaden, Roxy Music und junge Frauen

Ferngespräch: Sebastian Fasthuber

Bryan Ferry ist müde. "Ich habe schon den ganzen Tag gesprochen." Langsam dringen die Worte des scheinbar ewig jungen Roxy-Music-Sängers und Solostars durchs Telefon. Mit 65 könnte er optisch locker als 50-Jähriger durchgehen. Die brüchige Stimme klingt nach einem langen Interviewtag aber eher wie 80.

Zum Auftauen erst mal die Hotel-Frage. "Ich bin im Hotel de Rome in Berlin", erzählt der Mann, von dem es heißt, er hätte auch in seiner wilden Zeit keine Hotelzimmer zerstört, sondern sie eher neu dekoriert. Was sieht Ferry? "Einen ziemlich großen Raum. Sehr grau allerdings. Nicht das Farbschema, das ich selbst verwenden würde. Die Bilder sind recht hell, und in den Stühlen haben wir moderne Einsprengsel von Rot. Man nennt so was wohl ein stylishes Boutique-Hotel, aber es gehört zur Rocco-Forte-Gruppe, also ist es gut."

Der Engländer absolviert


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