"Typisch Michelangelo!"

Feuilleton | aus FALTER 42/10 vom 20.10.2010

Die echten Michelangelos werden immer rarer - und sind manchen Kunsthistorikern noch immer zu viele

Expertengespräch: Nicole Scheyerer

Peter Paul Rubens war nicht nur ein großer Künstler, der Niederländer sammelte auch Kunstwerke anderer, um sie genau zu studieren. Seine größte Leidenschaft galt Michelangelo. Das Körperideal des elf Jahre vor Rubens' Geburtsjahr 1577 verstorbenen Florentiners prägte den Barockmaler zutiefst.

Die Albertina besitzt vier Michelangelo-Zeichnungen, die einst Rubens gehörten. Albert von Sachsen-Teschen erwarb sie für seine Sammlung und wähnte sich am Ende seines Lebens im Besitz von 37 Michelangelos. Von diesen gelten knapp 200 Jahre später gerade noch acht als Originale. Sie alle sind in der Ausstellung "Michelangelo - Zeichnungen eines Genies" zu sehen. Aber selbst diesen krass geschrumpften Schatz fechten Spezialisten an. Sollte Rubens am Ende sein Idol gar für Blätter bewundert haben, die gar nicht von diesem stammten?

Die Populärkultur kennt Michelangelo


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