Stadtrand

Go-Wok! Kann man auch gehend Schnitzel essen?

Urbanismuskolumne

Stadtleben | Christopher Wurmdobler | aus FALTER 42/10 vom 20.10.2010

Jahrelang haben wir hier hinten nun die Umhängetasche als ultimative Ausrüstung für Stadtbenutzerinnen und -benutzer hochgeschrieben. Weil sie so praktisch ist, wir damit Haltung zeigen können (steht schließlich "Viennale", "Falter", "Standard" oder "Freitag" drauf) und vor allem die Hände frei haben. Zum Radeln, zum Zeitunglesen, zum Telefonieren, Gestikulieren, und um den lieben Menschen da draußen zuzuwinken. Beidhändig. Und was machen die lieben Mensch da draußen? Sie essen mit Stäbchen! Im Gehen. So war das aber nicht gedacht! Kipferl und Kebap sind okay, Hotdog auch. Die kann man einhändig im Gehen futtern. Aber das Wok-Gericht aus dem Pappschachterl, das im öffentlichen Raum seit einiger Zeit immer präsenter wird - muss das sein? Nicht auszumalen, was die Stäbchenesser machen, wenn sie telefonieren müssen, sie jemand nach dem Weg fragt oder man ihnen zuwinkt! Mit vollem Munde sprechen war gestern, heute fliegt die Wok-Nudel durch die Gegend. Kann man eigentlich im Gehen auch mit Messer und Gabel essen? Schnitzel to go, gibt's das?


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