Fußball

My home was my castle: Heimvorteil, quo vadis?

Glosse

Stadtleben | aus FALTER 42/10 vom 20.10.2010

Wolfgang Kralicek über das Treiben auf und neben dem Spielfeld

Was wurde eigentlich aus dem guten alten Heimvorteil? Die Wehrkirche St. Hanappi flößt den Gegnern heuer keinen Schrecken ein; Red Bull Salzburg hat gerade daheim gegen Kapfenberg verloren; die Austria hat nur eines von fünf Heimspielen, dafür aber vier von sechs Auswärtsspielen gewonnen; und auch Sturm Graz verdankt Platz drei in der Tabelle hauptsächlich seiner Auswärtsstärke. Wie das? Hat es nicht immer geheißen, das Publikum wäre für die Heimmannschaft der "zwölfte Mann"? Und ist es etwa nichts mehr wert, dass die Spieler auf ihrem Heimplatz jeden Grashalm persönlich kennen? Vielleicht liegt es daran, dass der "harte", also lautstarke Kern der Fans mittlerweile auch auswärts Stimmung macht. Und dass die Spieler heutzutage so oft den Verein wechseln, dass sie schon wieder weg sind, ehe sich ein Heimvorteil entwickeln könnte.


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