Wien, wo es isst

Karl-Marx-Hof: Das Rote Wien isst nicht mehr

Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Stadtleben | aus FALTER 42/10 vom 20.10.2010

Lokalaugenschein: Florian Holzer

Irgendwie musste es diesmal der Karl-Marx-Hof sein. Klar, der ging nicht als Hort kulinarischer Genüsse in die Geschichte ein, sondern als selbstbewusstes Monument des Roten Wien, als größter zusammenhängender Wohnkomplex der Welt, als mit jeglicher Infrastruktur ausgestattete Stadt in der Stadt. In der aber offenbar nie gegessen oder gekocht wurde, denn 156.000 Quadratmeter mit derart geringem gastronomischem Angebot findet man in Wien wirklich selten.

Donnerstag ist Knödel-Tag

Unmittelbar neben dem riesigen Gemeindebau befindet sich immerhin das 2005 eröffnete Einkaufscenter Q19. Interessant: Von dem ursprünglich üppigen Gastroangebot ist kaum etwas übriggeblieben, Spar übernahm fast alles, geblieben ist eine Bäckereikettenfiliale und ein Caffè Pascucci, insofern interessant, weil es sich dabei um ein Shopkonzept einer italienischen Traditionsrösterei aus Montecerignone (bei Rimini) handelt. Das Lokal ist eher zum Vergessen, der Espresso aber


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