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... und die ganze Bobo-Truppe verweigert jetzt die Kürbissuppe

Grundkurs Kochen (98)

Stadtleben | aus FALTER 42/10 vom 20.10.2010

Heuer sind wir unzufrieden. Die Viennale-Tasche macht uns keinen Spaß mehr (siehe Seite 41), und Kürbis nervt auch schon. Was aber auch daran liegen könnte, dass wir einfach schon zu oft Kürbissuppe gekocht, serviert oder bekommen haben. Wäh! Mögen wir nicht mehr. An dieser Stelle hören wir bereits den Applaus des geschätzten Kollegen vom Standard, der uns unlängst vorgeworfen hat, in unserer kleinen Falter-Kombüse viel zu viel Obers zu verwenden.

Aber was tun mit den ganzen schönen Kürbissen, die jetzt wieder auf allen Märkten angeboten werden? Machen Sie bloß kein Chutney draus, das haut nicht hin, isst niemand und wird eh nur schlecht. Machen Sie lieber Kürbis-Chips, schön scharf mit Chili und Zimt (!), wie es die Church of Jamie empfiehlt.

Das funktioniert - frei nach Erinnerung - folgendermaßen: Kürbis schälen (falls Sie einen Hokkaido erwischt haben, haben Sie Glück, schälen erübrigt sich in diesem Fall), in Spalten schneiden und aus diesen nicht zu dünne Scheiben (ein halber Zentimeter wäre die ideale Stärke). Ab in eine Schüssel damit. Im Mörser mischen Sie eine kleingehackte Chili (Gummihandschuhe tragen), eine Knoblauchzehe, eine gute Prise Salz mit einer zerhackten Zimtstange und vier, fünf Esslöffeln Olivenöl zu einer Marinade. Die Kürbisstücke damit gut einreiben und anschließend auf einem Backblech verteilen. Stapeln ist nicht so gut, so wird's nicht knusprig. Nun alles ins Rohr und bei 200 Grad so lange backen, bis die Chips braun und gar sind. cw


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