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Stadtleben | aus FALTER 42/10 vom 20.10.2010

Wenn's ums Kaffeehaus geht, kriegen ja alle immer gleich feuchte Augen. Und schwärmen von der einzigartigen Atmosphäre, die es so halt nur in Wien gibt (gar nicht wahr!), und dass das Kaffeehaus halt so bedroht ist, von Starbucks & Co. Ist natürlich Blödsinn, das Kaffeehaus hat's deswegen schwer, weil es meistens groß ist und heutige Innenstadtmieten nicht erwirtschaften kann, vor allem dann nicht, wenn man der studentischen Tradition anhängt, bei einem kleinen Braunen zwei Stunden lang einen Platz zu versitzen. Um's mal klar zu sagen: Das ist voll unsolidarisch! Dennoch sperrten in den vergangenen Jahren nicht nur klassische Kaffeehäuser zu (Wilder Mann!), sondern auch wieder auf. Juhu!

Café Markusplatz Markus Muliar übernahm das strenge Café Tuchlauben Ende 2005, überarbeitete die unvergleichliche 60er-Ambience nur marginal und machte das Café zum präferierten Tagesaufenthaltsort vieler.

1., Tuchlauben 16, Tel. 533 41 36, Mo-Fr 7.30-21, Sa 8.30-19, So, Fei 9.30-19 Uhr, www.markusplatz.at


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