Die Wieder-Dekonstruktion

Stadtleben | aus FALTER 42/10 vom 20.10.2010

Das Café Museum hat wieder offen. Und sieht jetzt wieder so aus wie dazwischen

Lokalkritik: Florian Holzer

Sie seien am Sonntag überraschenderweise schon fertig gewesen, erzählt Bernd Querfeld, und so hätte er halt einfach einmal aufgesperrt. Und die Leute seien reingekommen, so als ob nichts gewesen wäre, haben sich nicht weiter umgeschaut, sondern sich einfach hingesetzt und ihren Kaffee getrunken.

Was schon irgendwie erstaunlich ist, muss man sagen, weil am Sonntag ja das nächste Kapitel in der skurrilen Chronik des Café Museum geschrieben wurde: 1899 nach den Plänen von Adolf Loos eröffnet und trotz seines Nimbus als "Café Nihilismus" rasch zu großem Ansehen unter der damaligen Kaffeehausprominenz gekommen; 1931 stand eine Neugestaltung an, und zwar wurde Josef Zotti, der zuvor schon den Schanigarten gestaltet hatte, damit beauftragt.

Zottis Design mit den runden, mit rotem Skai überzogenen Sitznischen und den spiegelnden Kugellampen hielt dann bis ins Jahr 2003, wenngleich


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