Britpop-Wahnsinn

Extra | aus FALTER 42/10 vom 20.10.2010

Luke Haines war fast ein Bitpop-Star. In "Bad Vibes" rechnet er mit dem Popgeschäft ab.

Wenn sich deine Band auflöst, ist das bitter. Wenn die Band noch dazu halbwegs erfolgreich war, verlierst du auch noch deinen Job. Luke Haines ist das mit The Auteurs Ende der 1990er passiert. Davor stand er als Teil der Britpop-Bewegung immer wieder knapp vor dem Durchbruch - der große Erfolg blieb aber den Kollegen von Blur, Oasis, Suede oder den Manic Street Preachers vorbehalten. In seinen Memoiren rechnet Haines ab: Böse Plattenfirmen, Drogenexzesse, künstlerische Erfolge und Abstürze - "Bad Vibes" deckt so ziemlich alle Klischees ab, die man mit dem Wahnsinn als Musiker verbindet und wirkt dabei zumindest in der deutschen Übersetzung nicht immer authentisch. Als Chronologie des Brit-Pop funktioniert das Buch aber sehr gut.

Luke Haines: Bad Vibes. Britpop und der ganze Scheiß. Heyne, 319 S., 12,40 Euro.


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