Wir Mittelmäßigen

Extra | aus FALTER 42/10 vom 20.10.2010

Zwei junge Autoren widersprechen in ihrer etwas oberflächlichen Polemik dem Zwang zur Einmaligkeit.

Für den Individualfetischismus im 21. Jahrhundert bietet die Technik neue, herausragende Möglichkeiten, eigene Einmaligkeit grenzübergreifend und detailreich darzustellen." (S. 20) "In unser aller Leben gibt es eigentlich nichts mehr, was die Welt permanent aus den Angeln hebt, etwas, was unauslöschbare Spuren hinterlässt: Das Auto wurde bereits erfunden und Goethe ist tot." (S. 142) "Wenn der Druck wegfällt, einmalig zu sein, ist das Leben eine perfekte Welle, auf der wir geschmeidig reiten können." (S. 147)

Oliver Errichiello / Arnd Zschiesche: Wir Einmaligen. Eichborn, 176 S., 17,50 Euro


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige