Austrian Psycho

Extra | Christian Bretter | aus FALTER 42/10 vom 20.10.2010

Jakob Lena Knebl versucht durch humorvolles Hinterfragen von traditionellen Rollenvorstellungen sich selbst näher zu kommen und anderen den Horizont zu öffnen.

Wie entsteht Identität? Diese Frage bildet einen zentralen Aspekt im Werk von Jakob Lena Knebl. Knebls Anliegen ist es, auf die Veränderbarkeit von Wahrnehmung aufmerksam zu machen - und auf Identität als "Möglichkeit", um gesellschaftliche Anforderungen in Richtung normativer Anpassung an eine Person zu entkräften. Mittels Humor versucht Knebl Grenzen zwischen sozialen Konstrukten zu verschieben und damit alternative Sichtweisen aufzuzeigen. Sie (oder er) selbst lässt sich weder auf ein bestimmtes künstlerisches Medium noch auf ein Geschlecht festlegen und versteht seine/ihre Identität als soziales Konstrukt, die sich in permanentem Wandel befindet.

Schon der Name Jakob Lena Knebl macht dieses flirrende Changieren deutlich. Er ist entlehnt von den Vornamen ihrer Großeltern. Damit hat sie ihren Taufnamen im Sinne ihres Spiels


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