"Es ist sehr befreiend!"

Extra | aus FALTER 42/10 vom 20.10.2010

DURST fragte nach bei Jakob Lena Knebl: Kann man mit que(e)ren Ansätzen Erfolg haben?

Fragen von Thomas Askan Vierich

Was hat dich bewogen, deine Tätigkeit als Altenpflegerin an den Nagel zu hängen?

Unerträgliche Umstände wie Unterbezahlung, psychische und physische Belastung. Durch das Selbsterhalterstipendium hatte ich die Möglichkeit zu studieren.

Wie hat dein Umfeld darauf reagiert, als du eine Karriere als Queer-Transgender-Rollenspiel-Künstler/in eingeschlagen hast?

Ich definiere mich nicht ausschließlich als Queer-Transgender-Rollenspiel-Künstler/in! Allerdings arbeite ich momentan auch mit diesen Themenfeldern. Die Vorstellung, ewig bei einer Sache oder einem Medium zu bleiben, empfinde ich als Einengung, als Selbstbeschneidung. Meine Eltern leben leider nicht mehr. Meine Freunde unterstützen mich.

Ist es nicht sehr anstrengend, sein eigenes Leben, seine eigene Existenz, zumindest seinen eigenen Körper so radikal zu einem Kunstprojekt zu machen? Oder ist es im Gegenteil ganz


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