Wie wird man ein Dichter?

Extra | Martina Powell | aus FALTER 42/10 vom 20.10.2010

In den USA längst der Renner, in Österreich noch kaum etabliert: In Werkstätten wird kreatives Schreiben gelehrt. Wie geht das eigentlich? Und wird man so wirklich ein erfolgreicher Autor?

Dreimal täglich "Zeilenpuzzles", morgens der "lyrische Dreikampf" und zwischendurch die "Assoziationslenkung". Was klingt wie eine Genesungskur aus einer alternativen Homöopathenzeitschrift, sind tatsächlich ernst gemeinte Übungen zum "Creative Writing" - jenem methodische Ansatz, der lautet: Schreiben ist lehrbar.

Im deutschsprachigen Raum erzeugen Buchtitel wie "Garantiert Schreiben lernen" oder "Wie man einen Thriller schreibt" meist ablehnende Reaktionen: Das seien von kommerziellen Interessen geleitete Versuche, wenig begabten Hobbyliteraten Zeitvertreib zu verschaffen. In den USA geht man hingegen pragmatisch damit um: Dort gibt es seit den 1920er-Jahren an Hochschulen Schreibkurse. 418 US-Universitäten erforschen mittlerweile Creative Writing und etwa 7000 Studenten belegen Creative Writing


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