Von der Orchidee zum Gänseblümchen

Extra | Martina Powell | aus FALTER 42/10 vom 20.10.2010

Ein autonomes Projekt fügt sich dem System: Professoren am Institut Internationale Entwicklung der Uni Wien ziehen eine kritische Bilanz über ihr erstes Bachelor-Jahr

Einst war es das sprichwörtliche Dorf der Gallier. Ein Ort kritischer Köpfe, die der zentralen Unibürokratie Widerstand leisteten. Ja, von ihnen seien gar zentrale Kampagnen gegen die Bologna-Reform ausgegangen, behaupten manche. Die Rede ist von Studierenden und Lehrenden der "Internationale Entwicklung" (IE) an der Universtät Wien. Wenn heute Professorinnen und Professoren über das vergangene Studienjahr sprechen, ist plötzlich von unkritischen, naiven Studierenden die Rede, von Qualitätsverlust der Arbeiten, Diskussionsverweigerern und einer Vermassung.

Pionier der Selbstbestimmung

"Internationale Entwicklung" wurde vergangenes Jahr an das Bologna-System angepasst. Längst wird die Kapazität für 700 Studienanfänger pro Jahr gesprengt. Er ist aber einer der jüngsten und unkonventionellsten Studiengänge an der


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