Traumjobs und Taxischeine

Extra | aus FALTER 42/10 vom 20.10.2010

Ein Gespräch mit dem "Bewerbungspapst" Jürgen Hesse über die berufliche Situation heutiger Absolventen und wie man sich als Studierender darauf einstellen kann.

Fragen von Raffael Fritz

Junge Akademiker hatten es schon einmal leichter: Immer mehr von ihnen sind nach dem Studium immer länger arbeitslos. Spüren Sie etwas von dieser Unsicherheit?

Eindeutig. Ich bin gestern mit der Bahn gefahren, mir gegenüber saß ein junger Mann, mit dem ich mich unterhalten habe, ein junger Maschinenbau-Diplomingenieur Ende zwanzig. Er war gerade dabei, sich zu bewerben. An sich sind Maschinenbau-Ingenieure ja sehr gefragt. Aber er hat gesagt, die Firmen suchen zwar, aber die geben uns Anfängern keine Chance. Da gibt es eine gewisse Diskrepanz. Auf der einen Seite sagen die Wirtschaftsminister, sie wollen Fachkräfte ins Land holen. Auf der anderen Seite treffe ich Leute, die suchen händeringend einen Job und finden keinen.

Darum verstehe ich, dass die Situation viele verunsichert. Man ist entweder überqualifiziert


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