Die Kunst des Scheiterns

Extra | Valentin Ladstätter | aus FALTER 42/10 vom 20.10.2010

Sind Misserfolge die schöneren Siege? Kann man aus Niederlagen lernen?

Konstantin Wecker lebt noch. Jetzt hat er sogar zwei Söhne und eine Frau. Außerdem ist er clean. 1977 begann er Kokain zu nehmen, irgendwann buk er das Kokain eigenhändig zu Crack. Jahrelang ließ er so jeden Tag einen ganzen Haufen Geld in Rauch aufgehen ließ. 1995 stürmten 12 Kriminalbeamte seine Villa im Münchner Vorort Grünwald und stellten 40 Gramm Kokain und einen völlig bedröhnten Konstantin Wecker sicher. Danach verbrachte er zwei Jahre im Knast. Heute ist er wieder auf den Füßen und hat ein Buch über seine Misserfolge geschrieben. Es heißt: Die Kunst des Scheiterns. Und es wurde von einem echten Kenner geschrieben. Nicht alleine das Kokain kostete Wecker sein gesamtes Vermögen, viele Freunde und beinahe sein Leben. Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis folgte die nächste Pleite: Er ging mit einem Chor aus Kamerun auf Tournee und fuhr damit einen Schuldenberg von epischen Ausmaßen ein. Doch


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