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Friedenspolitik und Menschenrechte

Lexikon | aus FALTER 43/10 vom 27.10.2010

Alljährlich werden im Rahmen der Wiener Nobelpreisträgerseminare hochdekorierte Preisträger nach Wien gelotst, um in Lectures und Workshops über aktuelle Themengebiete zu debattieren. Der Schwerpunkt in diesem Jahr liegt bei "Friedenspolitik und Menschenrechte". Dazu konnten die beiden Friedensnobelpreisträger Mohamend ElBaradei und José Ramos-Horta gewonnen werden. Dem in Kairo geborenen ElBaradei wurde die Auszeichnung im Jahr 2005 für seinen Einsatz gegen den Missbrauch von Atomenergie und für die Gewährleistung maximaler Sicherheitsstandards bei der friedlichen Nutzung von Atomenergie verliehen. Von 1997 bis 2009 war aufgrund seiner Tätigkeit als Generaldirektor der Internationalen Atomenergieorganisation Wien sein Lebensmittelpunkt.

Friedensnobelpreisträger José Ramos-Horta wiederum kämpft seit jeher für eine friedliche Lösung im Konflikt um den südostasiatischen Inselstaat Osttimor. Als Präsident überlebte er vor zwei Jahren nur knapp ein Attentat, bei dem er mehrmals angeschossen wurde. Zu den weiteren Ehrengästen zählen mit Melissa Fleming und Unni Karunakara zwei hochrangige Vertreter des UN-Flüchtlingshochkommissariats (UNHCR) sowie von Médicins sans Frontières. Die UNHCR wurde 1951 von der UN-Generalversammlung gegründet, um Flüchtlingen einen rechtlichen Schutz zu bieten. Für ihre humanitäre Hilfe wurde der UN-Unterorganisataion 1954 sowie 1981 der Friedensnobelpreis verliehen. Die private Organisation Médicins sans Frontières wurde 1971 als Reaktion auf den Krieg in Biafra ins Leben gerufen. Ihre Aufgabenbereich liegt in der medizinischen Hilfe bei Krisen und Kriegen. Diese Hilfe umfasst auch Ernährungs- und Impfprogramme sowie den Bau von Krankenhäusern und die medizinische Ausbildung von Menschen vor Ort. BK

Rathaus, Festsaal, Mi 17.15-21.00


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