Musiktheater Kritik

Haydn in der Kammeroper: Niemand ist eine Insel

Lexikon | Isabella Grossmann | aus FALTER 43/10 vom 27.10.2010

Joseph Haydns 1779 uraufgeführte Lieblingsoper L'isola disabitata in einer zwar witzigen, aber nicht ganz stimmigen Inszenierung (Yona Kim) in der Kammeroper: Costanza und Silvia (gut disponiert und freudig agierend: C. Skerath, E. Voudouraki) trauern in ihrer rosa Teenie-Idylle dem Leben hinterher - eine einsame Insel mit Telefonanschluss? Schließlich landen der Exgeliebte und sein Freund (schön timbriert der Tenor Juraj Holly, etwas zu wuchtig Sebastian Huppmann) auf dem wüsten Eiland und bringen die kleine Welt der Schwestern ins Wanken. Insgesamt ein hörenswertes Vergnügen, folgt in diesem selten gespielten Werk doch eine schöne Arie auf die andere.

Kammeroper, Do, Sa, Di 19.30 (bis 16.11.)


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