Ohren auf

Was uns runterzieht, das erhebt uns

Sammelkritik


Klaus Nüchtern
Lexikon | aus FALTER 43/10 vom 27.10.2010

Abgesehen davon, dass sie - no na! - von der Liebe handeln, eint diese Alben, dass sie zu den berührendsten Tondokumenten zählen, die heuer erschienen sind und das halbe Jahr seit ihrem Erscheinen vollkommen unbeschadet überstanden haben. Dass man mit Daniel Johnston im Genre "todtrauriges Liedgut, das einen auf seltsame Weise erhebt" eine Bank hat, ist bekannt: "Beam Me Up!" (Hazelwood) heißt das Werk, das eingangs von jemandem erzählt, der aus reiner Neugier auf den Tod seinen Kopf auf die Schienen legt, sich aber schon mit "Syrup of Tears" zu verhalten jubilierenden Streichern und Saxofonen zügigen Tempos Richtung Zuversicht bewegt; selbst der Weg zur Hölle ("Wicked World") gerät hier zum Sonntagsausflug, weil: "True True Love Will Find You in the End." Der warme, aber nie dick aufgetragene Ensemblesound (immerhin ein Dodekatett) bietet einen reizvollen Kontrast zu Johnstons herzerweichendem Gekrächz.

Unter den Sängern mit notorisch schlechtem Wetter im Oberstübchen ist Roky

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