Vergesst den Fetisch vom Schnellsparen

Falter & Meinung | aus FALTER 43/10 vom 27.10.2010

Die eilige Budgetkonsolidierung in Europa gefährdet die vor den Arbeitsämtern wartende nächste Generation

Kommentar: Kurt Bayer

Angefeuert von Europäischer Kommission und Europäischer Zentralbank haben alle EU-Länder nur ein Ziel: möglichst rasch ihre Budgetdefizite zu reduzieren - koste es, was es wolle.

Natürlich ist die Lage besorgniserregend. Aufgrund der Bankensanierung ist die öffentliche Schuldenlast in der Union von 58,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts 2007 auf geschätzte 79,6 Prozent im Jahr 2010 angestiegen - und steigt nach allen Vorhersagen trotz extremer Konsolidierungsbemühungen weiter. Natürlich ist es dramatisch, dass die Zinsen für die Staatsschuld fast zehn Prozent der Staatseinnahmen auffressen und daher Ausgaben für künftiges Wachstum, für soziale Sicherheit und Armutsbekämpfung verdrängen.

Aber ist angesichts der Krise die sofortige Konsolidierung wirklich gute Ökonomie? Oder, wenn das nicht interessiert: gute Politik? Keinesfalls.

Es muss europäischen

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