"Und ich hoffe, es hört niemand zu"

Politik | aus FALTER 43/10 vom 27.10.2010

Geheime Telefonprotokolle aus der Chefetage des AKH dokumentieren, wie Spitzenbeamte des Wiener Magistrats bei Millionenaufträgen packeln und missliebige Firmen bei öffentlichen Vergabeverfahren zum Rückzug zwingen. Die Justiz ermittelt wegen Nötigung

Bericht: Florian Klenk

Senatsrat Manfred Blasoni ist seit kurzem Pensionist. Er war ein mächtiger Mann der Wiener Stadtverwaltung, beliebt bei den Kollegen, denen er bei Feiern gerne Gedichte vortrug. Seine Mitarbeiter nennen ihn ehrfürchtig eine "graue Eminenz". Selbst der ärztliche Direktor des AKH, Reinhard Krepler, ist voll des Lobes. Er sieht in Blasoni einen "erfahrenen, konzilianten Mediator, der mit Menschen umzugehen weiß".

Senatsrat Blasoni war Verwaltungsdirektor des Allgemeinen Krankenhauses, er baute die EDV auf, war zuständig für den reibungslosen Ablauf in Österreichs größtem Spital. Im Hintergrund beriet er das Spital auch noch später bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen. Firmen, die mit dem Spital Millionendeals


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