Yusofs Odyssee

Politik | aus FALTER 43/10 vom 27.10.2010

Warum muss ein Säugling in ein tschechisches Gefängnis? Die Familiengeschichte des Wiener Taxifahrers Fahim Naziri

Reportage und Fotos: Barbara Tóth/Belá Pod Bezdezem

Diese Geschichte kann an vielen Orten beginnen. In Sainschand Dorno Gobi im äußersten Osten der Mongolei etwa, wo Yusofs Mutter Uyanga geboren wurde. Oder in Gardez in Afghanistan, einer Stadt nahe der pakistanischen Grenze, aus der die Familie seines Vaters Fahim stammt. Geht es nach Yusof, dann finge sie wohl am Freitag, dem 19. Februar dieses Jahres an, um fünf Minuten nach drei Uhr im Kreißsaal des Krankenhauses Hietzing. Denn da machte er seinen ersten Schrei, seine Mutter nahm ihn zur Brust, sein Vater weinte, und gemeinsam staunten sie über die langen Fingernägel, die ihm im Bauch gewachsen waren. Auch wenn seine Eltern nicht verheiratet waren und sich gerade einmal zwei Jahre kannten, waren sie spätestens in diesem Moment eine Familie geworden.

Diese Geschichte könnte aber auch am vergangenen Mittwochnachmittag

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