100 Jahre Bruno Kreisky: Populist der Aufklärung

Politik | aus FALTER 43/10 vom 27.10.2010

Warum die soeben erschienene Biografie über Bruno Kreisky von Wolfgang Petritsch ein Glücksfall ist

Rezension: Werner A. Perger

Biografien sind so eine Sache: Manchmal ist schon alles gesagt, und Neues ist nicht mehr zu berichten. Dann wieder wird zwar Neues berichtet, aber wollte man das eigentlich wissen? Aber es gibt auch Glücksfälle: Da liest man sich fest, trifft alte Bekannte und entdeckt beim Gang durch die Vergangenheit sogar Licht im Dunkel der Gegenwart. So ein Glücksfall ist die neue Kreisky-Biografie von Wolfgang Petritsch. Schon in der Einleitung ist ein Satz versteckt, der die fortdauernde öffentliche Wirkung dieses wichtigsten österreichischen Nachkriegspolitikers auf den Punkt bringt: "Zu Kreisky, scheint's, kann man auch heute - mehr als ein Vierteljahrhundert nach dessen Abtreten von der politischen Bühne - keine nüchterne Haltung einnehmen."

Warum auch? Bruno Kreisky, geboren am 22. Jänner 1911, bleibt eine Ausnahmegestalt der jüngeren österreichischen Geschichte,


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige