Nachgesehen

Der Schauplatz, am Tag nach dem Geschehen noch einmal betrachtet

Valentin Ladstätter | Politik | aus FALTER 43/10 vom 27.10.2010

Wenn auf der Copa Kagrana der Windstoß die Dächer mitnimmt

Am liebsten würde ich mit dem Bagger drüberfahren." Die Copa Kagrana ist morsch, manche Dächer könnte der nächste Windstoß mitnehmen.

"Sehen Sie sich das hier an", sagt Gerald Loew, Leiter der MA 45 - Wiener Gewässer, und zeigt auf den Sperrholzboden eines Lokals, "das ist alles einsturzgefährdet. Im Frühling gehen da wieder die Leute rauf. Das ist doch kein Sicherheitsstandard." Die Copa Kagrana auf der Donauinsel ist das neue Sorgenkind von Stadträtin Ulli Sima. Sie hat Norbert Weber, dem Hauptpächter der Anlage, eine Räumungsklage geschickt, weil dieser das Areal laut Sima verwahrlosen ließe.

Auch Magistratsbediensteter Loew, ein Profi, der stets Haltung bewahrt, flucht angesichts der verfallenden Bars und Restaurants leise. "Es ist einfach schade, dass aus dieser schönen Gegend so wenig gemacht wird. Vieles hier ist nicht einmal baurechtlich genehmigt. Am liebsten würde ich mit dem Bagger drüberfahren."


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