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Medien | aus FALTER 43/10 vom 27.10.2010

Samsung Galaxy Tab: Gerät mit Migrationshintergrund

prüfbericht: thomas vaSek

Die Hightech-Welt jagt bekanntlich gerne "Killer". Auf den Fahndungslisten stehen Killer-Technologien, Killer-Anwendungen, der iPhone-Killer - und seit Neuestem natürlich der iPad-Killer. Letzterer scheint nun eingekreist zu sein. Naturgemäß handelt es sich um ein Gerät mit Migrationshintergrund: Der Galaxy Tab (Samsung) stammt allerdings nicht aus islamistischen Technikhochburgen, sondern aus dem Kampfsportland Südkorea. Laut Steckbrief hat der Verdächtige einen 7-Zoll-Monitor und ein Gewicht von 360 Gramm - und kann sich somit heimtückischerweise in jeder Jackentasche verstecken.

Das Android-Tablet soll bis an die Zähne bewaffnet und gut vernetzt sein. Man kann damit telefonieren, es hat GPS - und sogar zwei Kameras, eine vorn, die andere hinten. Dank Android-Betriebssystem gilt das Galaxy Tab als offener und kommunikationsfreudiger als das iPad, das bekanntlich ganz auf die Apple-Welt zugeschnitten ist. Besonders einfach funktioniert der Datenabgleich zwischen Tablet, Handy und Desktop-Rechner. Lediglich das Display ist nicht ganz so brillant, und auch der Akku hält Tests zufolge nur gut fünf Stunden (iPad: rund neun Stunden). Etwas mickrig wirkt auch der 16-Gigabyte-Speicher, der allerdings per Karte erweitert werden kann. Insgesamt passt das Galaxy Tab (derzeit rund 650 Euro) allerdings perfekt ins Täterprofil. Und Steve Jobs wird mittelfristig wohl tatsächlich mit einer kleineren iPad-Version zurückschlagen müssen.

Thomas VaSek ist Journalist und Buchautor in München


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