Und wenn er dann nach Hause kommt

Feuilleton | aus FALTER 43/10 vom 27.10.2010

Die Viennale zeigt die monumentale TV-Dokumentation von Günter Straschek über die Flucht des Films vor den Nazis

Geschichtsunterricht: Michael Omasta

Es ist die Geschichte einer kollektiven Vertreibung und abenteuerlichen Flucht, von der Günter Peter Strascheks fünfteilige, 287 Minuten lange Fernsehdokumentation erzählt. An die 80 Gespräche soll er eigens nur für "Filmemigration aus Nazideutschland" geführt haben, 42 der von ihm Interviewten kommen im Film tatsächlich vor. Von der schauspielernden Opernsängerin Gitta Alpár oder dem im Widerstand um Casablanca bewährten Paul Henreid über bekannte Regisseure wie John Brahm oder Antole Litvak bis hin zu Schriftstellern à la Stefan Lorant und George Fröschel, Paul Kortner und Heinrich Fraenkel.

Straschek hat Anfang der 70er begonnen, sich mit dem Filmexil zu beschäftigen, er war Pionier dieser neuen, bis heute strikt außerakademischen Forschungsrichtung im deutschsprachigen Raum. Anstatt sämtliche emigrierte Filmschaffende unter

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