The Man on the Dark Side of the Moon

Feuilleton | aus FALTER 43/10 vom 27.10.2010

Siegfried A. Fruhauf zeigt, was sich in vorgefundenem Filmmaterial verbirgt und wie viel Witz im Avantgardefilm steckt

Werkporträt: Michael Pekler

Kann man mit einem Medium, das auf Täuschung beruht, einer Wahrheit näherkommen? Vielleicht scheint der Begriff der Wahrheit etwas hoch gegriffen, aber in Bezug auf das philosophische Potenzial, das sich in Licht und Zeit - den Grundbausteinen des Kinos - verbirgt, durchaus legitim."

Mit diesen Worten beschreibt Siegfried A. Fruhauf in dem Aufsatz "Tag und Nacht aus einem Bild" seine Sicht auf die Illusionsmaschine Kino. Nun haben sich an dieser Frage schon Kapazunder von Adorno bis ®i¾ek mehr oder weniger gewinnbringend abgemüht, aus der Sicht des Filmemachers hat Fruhauf aber eine erstaunlich einfache Antwort parat: Während der Zuschauer im "herkömmlichen" Kino das, was ihm auf der Leinwand vorgegaukelt wird, als Wahrheit betrachtet (wofür aufwendige Überzeugungsarbeit und entsprechender Produktionsapparat nötig sind), mache der Avantgardefilm


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