Vorsicht, frisch gestrichen!

Feuilleton | aus FALTER 43/10 vom 27.10.2010

Der Theaterkondensator Michael Thalheimer inszeniert erstmals in Wien

Porträt: Wolfgang Kralicek

Michael Thalheimer wird immer länger. Berühmt wurde der deutsche Theaterregisseur mit Inszenierungen, die innerhalb der klassischen Spielfilmlänge von rund 90 Minuten blieben; sogar für einen Brocken wie die "Orestie" des Aischylos brauchte er nicht viel länger. Der "Hamlet" aber, den er vor zwei Jahren in Hamburg inszenierte, dauerte fast drei Stunden; für Hebbels "Nibelungen" nahm er sich unlängst sogar dreieinhalb Stunden Zeit.

Auch Thalheimers erste Wiener Inszenierung, Bertolt Brechts "Die heilige Johanna der Schlachthöfe" am Burgtheater, dürfte etwas Überlänge haben. Die Aufführung wird mindestens zwei Stunden dauern. "Sagen wir so: Wir haben weniger gestrichen als man bei mir erwarten würde", sagt der Regisseur. "Aber wie viel man streicht, hängt ja auch von den Stücken ab. Je schärfer die Vorlage gebaut ist, desto weniger muss ich eingreifen."

Mehr als zwölf Jahre lang

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