Fußball

Warum Herr Arnautovic sich nicht freuen durfte

Glosse

Stadtleben | aus FALTER 43/10 vom 27.10.2010

Wolfgang Kralicek über das Treiben auf und neben dem Spielfeld

Folgende Situation: Sie sind mit Ihrer neuen Freundin zum Abendessen bei Ihrer Exfrau eingeladen. Heikel! Wenn der Abend nicht mit einem Eklat enden soll, empfiehlt es sich zum Beispiel, mit der Geliebten nicht zu schmusen und Heavy Petting oder andere allzu innige Vertraulichkeiten zu unterlassen. Was dieses Szenario mit Fußball zu tun hat? Da ist es genauso: Ein Spieler, der den Verein verlässt, wird von den Fans oft so leidenschaftlich gehasst wie ein verflossener Liebhaber. Und wenn der Ex dann mit seiner neuen (womöglich auch noch attraktiveren!) Mannschaft zu Gast ist, ergibt das Zündstoff. Jetzt wissen Sie, warum Werder Bremens Enfant terrible Marko Arnautovic nach seinem Tor im Champions-League-Match gegen seinen Exklub Twente Enschede nicht gejubelt hat. Dass sich das nicht gehört, weiß sogar der schwer erziehbare Herr Arnautovic.


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