Prost!

Biertrinken und Kunst fördern? Mit dem Mäzenbier geht das!

Lexikon der Getränke. Diese Woche: Rothkrebschen-Bier

Stadtleben | aus FALTER 43/10 vom 27.10.2010

Biertrinken als sozialer Akt ist eine beliebte, zuweilen anstrengende und mitunter wenig nachhaltige Angelegenheit. Angeblich soll ja der vom Bier gestaltete Bauch ein Mythos sein. Dennoch, regelmäßig konsumierter Alkohol und unregelmäßige Essgewohnheiten führen zu lästigen Depots, welche dem Body nicht unbedingt zuträglich sind. Im Kopf wiederum ist Schmalspur angesagt am nächsten Tag.

Das zusammen mit dem Institut für erweiterte Kunst Linz und dem Grand Café zum Rothen Krebsen im Jahr 2009 initiierte Projekt Rothkrebschen Mäzenbier unter der Leitung der Künstler Patrick Baumüller und Hannes Langeder verfolgt einen elaborierten Ansatz zum Thema Bierkonsum. Ein Teil der Einnahmen wird für den Kunstpreis Le Prix Ars Rothkrebschen gesammelt, der Name Mäzenbier lag daher nahe, zumal es sich bei dem Ausgangsprodukt um ein von der Oberösterreichischen Stiftsbrauerei Schlägl hergestelltes Märzenbier handelt.

Die in vielen Durchläufen erarbeitete Kräutermischung mit der dominierenden Geschmacksrichtung Galgant (dem Ingwer ähnlich) wurde dem Bier nach dem Brauvorgang zugesetzt. Es schmeckt duftend süßlich, gleichzeitig ein wenig bitter (Tausendguldenkraut!). Erfrischende und appetitanregende 0,33 Liter für besondere Anlässe. Die Werke der teilnehmenden Künstler sind als Abziehbild auf der Rückseite des Etiketts angebracht. Die großen, blonden Freunde kann man aber trotzdem nicht hängenlassen. ms


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